Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit sind für einen Freimaurer keine bloßen Lippenbekenntnisse. Sie bilden die elementare Geisteshaltung, in der er mit seinen Mitmenschen in Kontakt tritt. Sie sind gleichsam Voraussetzung für das vertrauensvolle Miteinander in der Loge, die Basis für eine lebendige Freimaurer-Lehre.

So versuchen wir einen Raum der Brüderlichkeit und Toleranz zu öffnen, um aus guten Männern bessere zu machen. In jedem von uns steckt ein Geschenk an die Welt, das darauf wartet, freigelegt zu werden. Es ist der Mittelpunkt unseres Lebens – und wenn wir uns auch noch so sehr betrügen, so wissen wir doch, wie wichtig es für unser Glücklichsein ist. Meist ist dieses Geschenk jahrelang unter Ängsten, Schuldgefühlen und Unentschlossenheit verschüttet. Doch wenn wir beschließen, alles wegzuräumen, was nicht dazugehört, wenn wir nicht an unseren Fähigkeiten zweifeln, dann können wir die Aufgabe erfüllen, die uns bestimmt wurde, die wir uns vor langer Zeit selbst gaben. Dies ist die einzige mögliche Art, ehrenhaft zu leben.

Diese Arbeit – das innenliegende Kunstwerk zu entbergen – nennen wir die Königliche Kunst.

Lehrling, Geselle, Meister sind die drei Grade innerhalb derer die Freimaurer arbeiten. Jedem dieser Grade ist ein eigenes Ritual zuteil, über dessen Inhalt sich jeder Bruder zur Verschwiegenheit verpflichtet. Dieses Ritual ist das Herzstück der Arbeit am rauhen Stein.